Stadtbergens Grüne Stunde: Energiewende mit Bürgersolaranlagen

Um die Energiewende voranzutreiben bietet sich der Ausbau regenerativer Stromerzeugungsanlagen in der Gemeinde an. Durch den Zusammenschluss einzelner Bürger wird der Bau größerer Photovoltaikanlagen möglich, der sonst größeren Investoren vorbehalten bleibt. In der Grünen Stunde schilderte Thomas Rebitzer verschiedene Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle. In der anschließenden Diskussion wurde das weitere Vorgehen skizziert.

15.05.21 – von Sebastian Brenner –

Am 14. Mai 2021 fand eine Grüne Stunde zum Thema Bürgersolaranlagen statt. Thomas Rebitzer, der sich stark für den Ausbau der Photovoltaik (PV) einsetzt und schon mehrere Beteiligungsprojekte initiiert hat, berichtete den online teilnehmenden Stadtberger*innen, was unter "Bürgersolar" zu verstehen ist.

Im Grunde geht es darum, den Ausbau von Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung voranzutreiben, um den Anteil regenerativer Energiequellen schneller zu vergrößern. Je größer die zusammenhängende Fläche ist, die mit Solarmodulen ausgestattet werden kann, desto wirtschaftlicher ist die Anlage. In Gemeinden wie Stadtbergen gibt es größere Dachflächen unter anderem auf städtischen Gebäuden, die längerfristig nutzbar sind. Aber auch Dächer von Vereinsheimen oder Sporthallen kommen in Frage. Wenn der Immobilieneigentümer selbst keine PV-Anlage installieren möchte oder es aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, kommen Bürger-Solar-Projekte ins Spiel.

Solaranlage mit Blume Wie Thomas Rebitzer erläuterte gibt es verschiedene Modelle, wie eine neue Anlage finanziert und betrieben werden kann. Im Mittelpunkt steht in der Regel, dass sich mehrere Privatpersonen finanziell an dem Projekt beteiligen. Von dem Geld wird eine PV-Anlage angeschafft und auf einer zur Verfügung gestellten Dachfläche errichtet. Der produzierte Strom wird entweder ins Netz eingespeist oder vor Ort verbraucht. Der Erlös aus dem Stromverkauf fließt an die Beteiligten, die damit das eingesetzte Kapitel und den "Zins" zurückerhalten. Die Beteiligung ist schon mit wesentlich kleineren Beträgen möglich, als für eine komplette Solaranlage investiert werden muss. So haben viel mehr Menschen die Möglichkeit, sich direkt an erneuerbaren Energiequellen zu beteiligen und dabei eine Rendite zu erwirtschaften.

Das Interesse der Teilnehmer*innen zeigt, dass Bürger-Solaranlagen auch in Stadtbergen Potenzial haben. Als Nächstes werden Bürger*innen gesucht, die sich in ein Bürger-Solar-Projekt finanziell oder sogar in der Projektarbeit einbringen wollen. Zeitgleich beginnt die Suche nach geeigneten Dachflächen. Die GRÜNEN unterstützen hier mit Kontakten zur Stadtverwaltung, Hinweise auf Vereinsheime etc. werden aber auch gerne weitergeleitet. Ziel ist es, noch in diesem Jahr die erste Anlage in Stadtbergen aufs Dach zu bringen, da die Förderung von PV-Anlagen nach und nach abnimmt.

Interessent*innen dürfen sich gerne bei den GRÜNEN Stadtbergen melden, wir stellen den Kontakt zum Bürger-Solar-Projekt her.

Ergänzung vom 21.05.2021: Inzwischen stehen Informationen zur Initiative Bürgerenergie Stadtbergen auf der Website buergerenergie-stadtbergen.de zur Verfügung.

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